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  • AutorenbildThomas

#2.2 Aktives Nichtstun und Ankerhopping

⌘ 2.-3.April 2022, Vestermark (DK) - Klinting Hoved (DK)

Eine lange und erholsame Nacht geht zu Ende. Judy ist mehr als ausgeschlafen und kaspert durchs Boot. Ohne Kaffee bin ich nur wenig zu gebrauchen, also muss sie sich gedulden. Das fällt ihr aber offensichtlich schwer, denn kaum ist das Schott beiseite, sitzt sie auch schon im Dingi und schaut mich erwartungsfroh an. Also gut, dann gibt es den Kaffee eben unterwegs. Das soll sich nach reichlich Getobe noch als genau richtig heraus. Windgeschützt und mit bester Sicht machen wir es uns gemütlich.

Entlang der Westspitze entdecke ich die ersten Schweinswale des Trips. Sie ziehen dicht unter Land ruhig ihre Bahnen. Insgesamt treiben wir uns gute zwei Stunden umher. Eine ruhige und landwirtschaftlich geprägte Gegend ohne irgendein Tamtam.

Den Tag vertrödeln wir bewusst. Nickerchen im sonnigen Cockpit, ein wenig putzen, die tägliche Kontrolle, aufgelockert durch weitere Gassirunden und Toberei am Sandstrand.

Ankerhopping

Am späten Nachmittag kommt dann doch noch kurz Bewegung ins Boot. Der angekündigte Winddreher auf Nordwest setzt so langsam ein. Anker auf, Genua raus und auf zum neuen Platz. Dort sollten wir die Nacht geschützt verbringen können und für den nächsten Tag einen perfekten Startplatz haben. Nach gut 30 Minuten fällt der Anker erneut und findet sofort halt. Gerade rechtzeitig sind wir angekommen, denn keine fünf Minuten später schläft der Wind wieder komplett ein.

Die Klippen machen etwas her, allerdings ist das Anlanden dieses Mal kein Genuss. Große und kleine Steine versperren den Weg an den Kiesstrand. Am Ende ist ein Weg gefunden und die Klippe erklommen. Wir werden entschädigt! Ein wunderschöner Wanderweg schlängelt sich entlang der Abbruchkante durch ein Waldgebiet. Alles scheint ziemlich naturbelassen, gleichzeitig wurde aber ein breiter Schotterpfad explizit für Mountainbiker angelegt, um Wanderer und Biker zu trennen. Gar keine allzu schlechte Idee.






























Der Tag neigt sich dem Ende zu und während des Tippens dieser Zeilen, ziehen einige Schweinswale ihre Bahnen ums Boot. Als wäre das noch nicht genug, verschwindet die Sonne mit zu viel rosa hinter Sønderborg. Wenig später wechseln wir in die Koje. Morgen wollen ein Paar Meilen mehr gesegelt werden.



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